Bei mehrstufigen Gartengestaltungen spielen die Gestaltungselemente eine entscheidende Rolle für Funktionalität und Ästhetik. Wege, Treppen und Stützmauern erleichtern nicht nur die Fortbewegung im Garten, sondern tragen auch zur optischen Wirkung und Struktur der Landschaft bei. Durch die sorgfältige Auswahl von Materialien und Techniken lassen sich Gestaltungselemente schaffen, die sich harmonisch in die natürliche Umgebung einfügen und gleichzeitig die gestaffelte Gartengestaltung betonen.
1. Die Rolle der Wege und Terrassen in der Landschaftsgestaltung
Visuelle Struktur: Gestaltungselemente aus Stein und Fels verleihen einem vielschichtigen Garten eine wesentliche Struktur, indem sie Bereiche definieren und Blickpunkte schaffen. Sie tragen zur Gliederung der Landschaft bei, lenken den Blick und verstärken die Tiefe des Designs.
Funktionalität: Wege und Treppen bieten praktische Lösungen zur Orientierung im Garten, insbesondere in Bereichen mit unterschiedlichen Höhen. Stützmauern können Erosion verhindern und Hänge stabilisieren, wodurch nutzbarer Platz zum Bepflanzen geschaffen und gleichzeitig die Pflanzengesundheit erhalten wird.
Einbindung in die Natur: Gut gestaltete Gartenanlagen mit festen Elementen ergänzen natürliche Materialien und Pflanzen und fügen sich harmonisch in die Umgebung ein. Sie bilden einen Kontrast, der die Pflanzenwelt hervorhebt und Gärten optisch dynamischer wirken lässt.
2. Wege schaffen
Materialien für die Wege:
- Stein und Pflaster: Naturstein oder Betonpflastersteine verleihen einen rustikalen, klassischen Charme und lassen sich in verschiedenen Mustern verlegen. Sandstein, Schiefer und Granit sind langlebige Optionen, die harmonische Übergänge zur Umgebung schaffen.
- Kies: Kies ist eine kostengünstige und vielseitige Option, die für hervorragende Drainage sorgt und ein natürliches, ungezwungenes Erscheinungsbild verleiht. Er kann mit Kanthölzern oder Steineinfassungen eingefasst werden, um den Weg zu definieren.
- Holzterrassen oder -stege: Holzwege schaffen eine warme, einladende Atmosphäre, besonders in naturnahen Umgebungen. Druckimprägniertes Holz oder Verbundwerkstoffe sind langlebig und bieten gleichzeitig eine angenehme Haptik, die einen schönen Kontrast zum Laubwerk bildet.
Pfadtechniken:
- Geschwungene Wege: Die Wahl eines gewundenen Weges erzeugt ein Gefühl der Entdeckungslust und führt die Besucher durch den Garten, wobei unterwegs immer wieder aufschlussreiche Einblicke in die Bepflanzung gewährt werden.
- Breite und Zugänglichkeit: Achten Sie darauf, dass die Wege breit genug für Fußgänger und Wartungsfahrzeuge sind. Eine Mindestbreite von 90–120 cm wird häufig für einen bequemen Zugang empfohlen.
3. Schritte einbeziehen
Schrittmaterialien:
- Natursteinstufen: Große, flache Steine eignen sich zur Gestaltung eleganter, langlebiger Stufen, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. In Kombination mit Steinwegen sorgen sie für ein stimmiges Gesamtbild.
- Holztreppen: Die Verwendung von behandeltem Holz oder Verbundwerkstoffen ermöglicht einen rustikalen Look und bietet gleichzeitig Gestaltungsfreiheit. Geländer können für mehr Sicherheit und ein ansprechendes Aussehen angebracht werden.
- Betontreppen: Für eine moderne Ästhetik können aus gegossenem Beton glatte, elegante Treppenstufen geschaffen werden, die einen Kontrast zu weicheren Landschaftselementen bilden.
Schritttechniken:
- Terrassierung: In steilen Landschaften schafft die Terrassierung nutzbare Beete und ermöglicht gleichzeitig sanfte Höhenunterschiede. Jede Ebene kann mit unterschiedlichen Pflanzen bepflanzt werden.
- Sanfte Steigung: Treppen sollten nach Möglichkeit mit einer sanften Steigung gestaltet werden, um die Zugänglichkeit zu verbessern, insbesondere für diejenigen, die Schwierigkeiten mit herkömmlichen Treppen haben.
4. Entwurf von Stützmauern
Materialien für Stützmauern:
- Naturstein: Die Verwendung von Findlingen oder behauenen Steinen erzeugt ein natürliches, rustikales Erscheinungsbild und fügt sich gut in die meisten Landschaftsgestaltungen ein. Steinmauern können sich harmonisch in die Gartenflora einfügen.
- Segmentblockwände: Vorgefertigte Betonblöcke, die speziell für Stützmauern entwickelt wurden, sind einfach zu verarbeiten und in zahlreichen Farben und Texturen erhältlich, sodass sie individuell an das Thema des Gartens angepasst werden können.
- Holzwände: Stützmauern aus Holz bieten ein vertrautes, sanfteres Erscheinungsbild; allerdings erfordern sie im Vergleich zu Varianten aus Stein oder Beton unter Umständen mehr Pflege.
Techniken für Stützmauern:
- Gestaffelte Mauern: Durch die Verwendung mehrerer Stützmauern in unterschiedlichen Höhen lassen sich dynamische Ebenen im Garten schaffen, während gleichzeitig ebene Flächen für Bepflanzungen und andere Landschaftselemente zur Verfügung stehen.
- Hinterfüllung und Entwässerung: Für eine fachgerechte Ausführung der Bauarbeiten ist die sorgfältige Auswahl des Hinterfüllmaterials und des Entwässerungssystems entscheidend, um Wasseransammlungen zu vermeiden, die die Stabilität der Mauer gefährden könnten. Verwenden Sie Kies hinter der Mauer und planen Sie Entwässerungsöffnungen für eine effiziente Entwässerung ein.
5. Harmonisierung von befestigten Flächen und Landschaftsgestaltung
Damit Ihre Gartengestaltungselemente die natürliche Schönheit Ihres Gartens unterstreichen und nicht beeinträchtigen, sollten Sie Folgendes beachten:
- Komplementäres Design: Wählen Sie Materialien, die zu bestehenden Architektur- und Landschaftselementen passen oder diese hervorheben. Farbpaletten, Texturen und Oberflächen sollten harmonisch aufeinander abgestimmt sein, um ein einheitliches Gartenbild zu schaffen.
- Organische Formen: Vermeiden Sie starre Linien und Formen; setzen Sie stattdessen auf organische Formen, die das natürliche Gelände nachahmen. Geschwungene Linienführung bei Wegen und Beeten kann harte Oberflächen auflockern und ein harmonischeres Gesamtbild schaffen.
- Materialschichtung: Durch den Einsatz verschiedener Materialien und Texturen im Garten- und Landschaftsbau wird ein optischer Reiz geschaffen, der gleichzeitig zum Gesamtbild der Bepflanzung passt.
Abschluss
Die Integration von festen Elementen in mehrstufige Gartengestaltungen schafft Struktur, Funktionalität und ästhetischen Reiz. Durch die Auswahl geeigneter Materialien und den Einsatz kreativer Techniken für Wege, Treppen und Stützmauern lässt sich eine harmonische Landschaft gestalten, die die Schönheit gestaffelter Gartenanlagen hervorhebt. Durchdacht geplante feste Elemente werten das Gartenerlebnis insgesamt auf, bieten reizvolle Ausblicke und sichere Wege durch den Außenbereich und fügen sich harmonisch in die natürliche Umgebung ein.
